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Kuhstall, junger Mann im Arbeitskleidung mistet mit der Forke aus und wirft Stroh in die Luft

Ausmisten statt Konten eröffnen

Rückblick auf die Projektwochen der Auszubildenden und Dualen Studenten

Zwei junge Männer schieben draußen auf gepflasterten Weg eine Seniorin im Rollstuhl
Donatus und Finn bei ihrem Einsatz im ASB Seniorenzentrum

Es ist mehr wert als Geld: Das Lachen der Seniorin, die von dem jungen Mann in ihrem Rollstuhl durch den Park geschoben wird. Sie scherzen und die Stimmung ist gelöst, leise klickt die Kamera und fängt die Situation ein. Vertraut wirkt es – doch die beiden kennen sich nicht lang. Drei Wochen verbringt der junge Mann im Seniorenzentrum am Schlossberg Pirna vom ASB. Danach geht für ihn der „echte“ Arbeitsalltag weiter – und dann tauscht er das weiße Poloshirt der Pflegefachkraft gegen Anzug und Krawatte. In der Volksbank Pirna wird Donatus seine Bankausbildung fortsetzen. Traditionell steht hier am Beginn nicht nur die Zeit am Bankschalter im Fokus. Sondern die Auszubildenden und Dualen Studenten der Genossenschaftsbank steigen mit den Projektwochen ein. Sie tauchen ein in das „echte“ Leben: entweder wie Finn und Donatus im Seniorenzentrum oder wie Anton und Matteo im Agrarbetrieb. Ausmisten statt Konten eröffnen, Essen bringen statt Kredite rechnen. Dieser Seitenwechsel bringt mehr als jedes Seminar – er erweitert den Horizont und öffnet die Augen für die Themen, die die Menschen bewegen.

zwei junge Männer vor dem ASB Seniorenzentrum Außen
Finn und Donatus vor dem ASB Seniorenzentrum
Kuhstall, junger Mann in Arbeitskleidung steht mittig und stützt die Hände in die Hüften
Matteo im Kuhstall
junger Mann streicheld ein Kälbchen an der Nase und lächelt in die Kamera, im Stall
Anton bei den Kälbchen

Raus aus der Komfortzone

Das Bett eines fremden Menschen machen? Einen Kuhstall ausmisten? Für viele Menschen lägen diese Tätigkeiten bereits außerhalb ihrer Komfortzone. Anpacken, machen. Aushalten. Empathisch auf Menschen zugehen, ihre Bedürfnisse erkennen. Früh aufstehen, um Tiere zu versorgen. Sich selbst hintanstellen, die Aufgabe nach vorn. Was braucht mein Gegenüber? Wie kann ich meine Grenzen überwinden und die Aufgabe erfüllen? Allein diese Aufzählung zeigt bereits auf, wie wertvoll die Projektwochen für die Jungbänker sind. Die Möglichkeit, ein Praktikum in einem Seniorenwohnheim oder Agrarbetrieb zu machen, schärft Kompetenzen auf ganz neue Art. „Die letzten Wochen waren für uns sehr wertvoll, wir können ganz viel mitnehmen in unseren Berufsalltag“, sagt Finn. Er sagt von sich, er habe Geduld und Beharrlichkeit gelernt. Zudem bezeichnet er es als spannende Erfahrung zu erleben, was Pflegekräfte tagtäglich leisten. Menschen im Alltag begleiten oder eben das Seniorenzentrum zu einem zuhause zu machen, in dem sich die Bewohner wohl fühlen ist eine gesellschaftlich wichtige und zugleich herausfordernde Aufgabe.

junger Mann legt eine Decke auf ein Bett
Donatus beim Bettenmachen
ein junger Mann spielt Karten mit einer Seniorin
Schöne Abwechslung: Finn beim Kartenspiel mit einer Seniorin
Zwei Männer knien im Stall und nehmen Einstreu in die Hände
Keine Angst vor Schmutz: Anton bei der Arbeit mit Raik Bellmann
junger Mann füttert die Kühe im Stall, hat Heu auf Forke
Matteo füttert die Kühe

Einmaliges Erlebnis

In Gummistiefeln und Arbeitskleidung stapft Matteo durch den Kuhstall. Drei Wochen lang hat er in der Agrargenossenschaft Niederseidewitz ausgemistet, eingestreut und gemolken. Körperliche Anstrengung statt geistiger – für den Dualen Studenten war dies eine einmalige Chance „Ich hatte eine sehr gute Zeit hier und fand es spannend, auch mal in diesen doch sehr anderen Berufszweig hereinschnuppern zu dürfen“, lautet sein Fazit.  Das sieht auch Anton so, denn auch er hat für drei Wochen den Schreibtisch gegen den Traktor getaucht und durfte in der Agrargenossenschaft „Am Bärenstein eG“ in Struppen in verschiedene Bereiche der Landwirtschaft blicken. Für den Dualen Studenten war es eine spannende Erfahrung, die gleichzeitig seine Wertschätzung für die Arbeit in einem Agrarbetrieb enorm gesteigert hat: „Ich ziehe meinen Hut vor allen, die diese Aufgaben tagtäglich machen.“ Auch für die Betriebe ist es wertvoll, die Einsätze der Jungbänker zu begleiten: Raik Bellman, technischer Leiter in der „Am Bärenstein eG“ betont, dass sie sich in Struppen jedes Jahr erneut auf die Auszubildenden und Dualen Studenten aus der Volksbank freuen. „Die Zeit mit Anton war wunderschön. Er wollte viel wissen und war im Kollektiv sehr gut angesehen. Wir würden uns freuen, wenn er ab und zu mal wieder bei uns vorbeischaut!“

Vielen Dank an unsere Praxisbetriebe, dass sie unseren Jungbänkern diese wertvolle Erfahrung ermöglichen!