„Vielen Dank an die Volksbank Pirna eG, die uns zum heutigen Museumsgeburtstag einen Herzenswunsch erfüllt hat“, betont Kathrin Penndorf in ihrer Ansprache zum 120. Jubiläums des Heimatmuseums in Dohna. Rund 20 Gäste – darunter Bürgermeister Dr. Ralf Müller, Dr. Hauke Haensel, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Pirna eG sowie verschiedene Stadträte – versammelten sich am 12. Juli 2026, 120 Jahre nach dem Gründungstag des Museums, im Innenhof zu einem kleinen Festakt. Besonderer Höhepunkt der Feierlichkeiten war die Enthüllung des Geschenkes der Volksbank Pirna eG, das Dr. Hauke Haensel, gemeinsam mit Dr. Ralf Müller und Kathrin Penndorf den Gästen präsentierte: ein historisches Ölgemälde, das eine Stadtansicht von Dohna zeigt und etwa um 1800 vom Künstler Carl August Wizani gemalt wurde.
Geschenk für Dohna und die Region
Bürgermeister Dr. Ralf Müller erinnerte sich: „Ungefähr im März dieses Jahres wurde ich auf eine Auktion aufmerksam, bei der das Gemälde, zum Verkauf stand. Das passte zeitlich in die Haushaltsbeschlüsse der Stadt – und dass dieses Werk einen Mehrwert für unsere Sammlung im Heimatmuseum bieten würde, war den Stadträten klar. Ich war daher sehr dankbar, dass die Stadträte für den Erwerb und die Freigabe des Budgets stimmten. Doch leider hat unser Verhandlungsgeschick nicht ausgereicht – der erwünschte Mindestpreis überstieg leider unser Budget. Hier kam die Volksbank Pirna eG ins Spiel.“ Für den Vorstandsvorsitzenden Dr. Hauke Haensel stand schnell fest: „Wir steuern nicht nur den Aufpreis bei, sondern erwerben das Gemälde selbst und schenken es der Stadt Dohna. Und das machen wir gerne – als regionale Bank fühlen wir uns dazu verpflichtet, unserer Region etwas zurückzugeben. Mit welcher Leidenschaft und Freude diese Schenkung hier angenommen wird, bestätigt uns darin, dass dies eine gute Entscheidung war.“
Damit bezieht er sich auf das Engagement, mit dem Museumsleiterin Kathrin Penndorf die Gäste durch die Sonderausstellung „120 Jahre Heimatmuseum Dohna“ führte, Einblicke in die Arbeit des Museums gab und das neue Gemälde einordnete. „Das Bild ist eine wunderbare Ergänzung unserer Sammlung und gleichzeitig eine Rarität: Vom Künstler Wizani gibt es nur sehr wenige Ölgemälde, denn er hat vorrangig Grafiken erstellt. Erst 1797 begann er seine Malerei-Ausbildung bei Klengel – und gepaart mit unserem Wissen um die Historie der Stadt können wir ziemlich gut eingrenzen, dass das Werk zwischen 1797 und 1803 entstanden sein muss.“ Das Gemälde entstammt der sächsischen Landschaftsmalerschule, die auch Einflüsse des Dresdner Frühromantikers Caspar David Friedrich aufgriff.
Über das Heimatmuseum Dohna
Das Heimatmuseum leistet als Einrichtung der Stadt Dohna einen wichtigen Beitrag zur Heimatpflege, indem es materielles und immaterielles Erbe erforscht, sammelt, bewahrt und ausstellt. In einer modernen Dauerausstellung sowie thematisch wechselnden Sonderausstellungen bietet es Touristen und Anwohnern der Region sowie Schülern und Kindern Zugang zu unterschiedlichen Exponaten wie Schriftstücken, Bildern, Büchern, Fotografien, Karten, Mineralien oder Fossilien. Von der Steinzeit bis in die Neuzeit hinein erzählt das Museum die wechselhafte und spannende Geschichte der kleinen jahrhundertealten Stadt im Müglitztal. Gestützt wird die Arbeit im Museum durch Ehrenamtliche. Die Sonderausstellung „120 Jahre Heimatmuseum Dohna“ kann noch bis zum 31. August 2026 besucht werden.
Fotos: Marko Förster