Fusion geplant

Pirna/ Neustadt, 30.04.2009

Künftig nur noch eine Genossenschaftsbank in der Sächsischen Schweiz

Die Volksbank Pirna und die Raiffeisenbank Neustadt wollen fusionieren. Die Aufsichtsräte beider Genossenschaftsbanken haben bereits entsprechende Beschlüsse gefasst. Vorbehaltlich der Zustimmung der Mitglieder könnte die rechtswirksame Verschmelzung im September 2009 erfolgen. Das Kreditinstitut soll weiterhin Volksbank Pirna heißen und seinen Sitz in Pirna haben.

Durch den Zusammenschluss entsteht eine neue Bank mit einer Bilanzsumme von 205 Millionen Euro, 26 700 Kunden und 73 Mitarbeitern. Den Kunden steht im Altkreis Sächsische Schweiz ein flächendeckendes Netz von zehn Geschäfts- und zwei SB-Stellen zur Verfügung. Nur in Sebnitz wird die Geschäftsstelle der Volksbank Pirna geschlossen. Stattdessen wird die benachbarte bisherige Hauptstelle der Raiffeisenbank Neustadt ausgebaut.

„Unser Ziel ist es, als eine Genossenschaftsbank in der Sächsischen Schweiz den Wettbewerb nicht gegeneinander, sondern gemeinsam gegen die Mitwettbewerber erfolgreich zu gestalten“, begründete Hannelore Barthel, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Neustadt, die Pläne bei der gemeinsamen Pressekonferenz. „Wir sind zwei gesunde Banken, die aber durch einen Zusammenschluss ein größeres Gewicht im Markt bekommen und sich damit auch langfristig gegen die Konkurrenz aus Dresden, Frankfurt und dem Ausland behaupten können“, ergänzte Hauke Haensel, Vorstandssprecher der Volksbank Pirna. Er und Vorstandsmitglied Andreas Hostalka bleiben im Amt und werden von Hannelore Barthel unterstützt, die als Prokuristin und Führungskraft am Standort Sebnitz tätig sein wird. Ihre Kollegin Gitta Stamm zieht sich in den Ruhestand zurück. Alle Mitarbeiter werden weiterbeschäftigt.

Auch technische Fusion noch 2009

Nach der rechtswirksamen Fusion sollen beide Genossenschaftsbanken im November 2009 technisch zusammengeführt werden. Aufgrund von Überschneidungen erhält ein Teil der Kunden neue Kontonummern. Die Umstellung erfolgt automatisch durch die neue Volksbank. Jeder Kunde bekommt rechtzeitig ein Informationspaket mit neuer Kontonummer, Bankleitzahl, VR-BankCard sowie getrennt davon eine neue Geheimzahl. „Das Umstellen von Daueraufträgen und Lastschriften übernehmen wir, so dass keinem Kunden Arbeit damit entsteht“, sagte Hauke Haensel.

Beide Häuser trotzen Finanzkrise

Dank ihrer sicherheitsorientierten Geschäftspolitik haben beide Häuser das Jahr 2008 erfolgreich abgeschlossen und gehen von der Finanzkrise unbeeindruckt in die Fusionsvorbereitung. So verzeichneten beide Banken einen Zuwachs des operativen Ergebnisses (Volksbank von 846 000 Euro auf 1,6 Mio. Euro, Raiffeisenbank von 275 000 Euro auf 287 000 Euro). Auch die Bilanzsumme nahm deutlich zu (Volksbank von 142,3 Mio. Euro auf 170,0 Mio. Euro, Raiffeisenbank von 32,7 Mio. Euro auf 34,5 Mio. Euro).

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