Wir tun etwas für die Sächsische Schweiz

Pirna, 20.12.2010

Regionale Verbundenheit als Erfolgsfaktor

Die Volksbank Pirna kann von sich sagen, in der „Sächsischen Schweiz“ wirklich zu Hause zu sein – keine andere Bank hat hier noch ihren Hauptsitz. Hauke Haensel ist Vorsitzender des Vorstandes der Volksbank. Die Pirnaer Rundschau befragte ihn zur Lage in der Region und zur Arbeit der Bank.

Herr Haensel, 2002 drohte die Volksbank beinahe in der Jahrhundertflut unterzugehen. Heute ist sie wieder eine erfolgreiche arbeitende Genossenschafts- Bank. Was erfreut Sie an dieser Entwicklung besonders?

Dass wir heute doppelt so viele Mitglieder und mit 26.000 Kunden 6000 Kunden mehr haben als 2002, oder anders: Jeder fünfte Einwohner der Sächsischen Schweiz ist jetzt Volksbankkunde, nach der Vereinigung mit der Raiffeisenbank Neustadt im Vorjahr haben wir Kurs darauf genommen, jeden vierten als unseren Kunden begrüßen zu können.

Die Volksbank Pirna ist mit Geschäftsstellen vor Ort, wo andere sich mit Geld-Automaten behelfen...Ist das Ihr Weg?

Ja, sicher. Stellen Sie sich doch vor, Sie brauchen einen Kredit für Ihren Betrieb oder um Ihr Haus zu sanieren oder eine Anschaffung zu finanzieren – und darüber entschieden wird irgendwo nur nicht in Pirna, Bad Schandau oder Sebnitz, in Stolpen oder Heidenau, in Neustadt oder Berggießhübel, Dürröhrsdorf-Dittersbach oder Ehrenberg. Hätten Sie da Vertrauen, dass Ihr Anliegen so behandelt wird, wie Sie es erwarten? Wir entscheiden gemeinsam mit dem Kunden, das gibt ihm die Sicherheit, gut, also persönlich betreut zu werden.

Geschäftsstellen kosten Geld – andere Banken sparen das lieber...

...wir sind auch sparsam, aber investieren auch. 2010 haben wir mit zwei Millionen Euro die Geschäftsstellen Sebnitz, Stolpen und Neustadt neu ausgestattet und unseren Kunden ein angenehmes Umfeld geschaffen. In neue Automaten haben wir mit höchster Sicherheitstechnik übrigens auch investiert – etwa zwei Millionen Euro.

Und das geht im nächsten Jahr so weiter?

2011 werden wir die Geschäftsstelle Berggießhübel gründlich sanieren. Und wir wollen eine weitere neue Geschäftsstelle eröffnen. Wo – das sage ich noch nicht, aber klar ist: Sie kommt.

Und das zahlt sich aus?

Unsere Kunden, auch unsere möglichen künftigen Kunden, schätzen an der Volksbank, dass sie sich für die Region stark macht, hier zu Hause ist. Schon das lohnt die Investitionen. Das drückt sich auch in Zahlen aus. Die Kundeneinlagen sind seit 2002 um 60 Prozent gestiegen, 2010 werden wir wieder einen guten Schritt machen. Zudem hat sich seit 2002 unser Eigenkapital nahezu verdoppelt! Damit können wir für unsere Kunden aus eigener Kraft sichere Geschäfte machen und sie noch auszuweiten.

Das hört sich an, als sei die Finanzkrise nur bis Dresden gekommen...

Zuweilen geriet natürlich auch unser Boot in schwere See – aber die Folgen blieben überschaubar, wir haben bodenständig und gediegen gewirtschaftet, die Risiken für unsere Kunden klein gehalten...Dabei bleiben wir.

Noch einmal zum Stichwort Kunden – seit der Krise entdecken die Großen der Branche wieder die kleine Kundschaft...

Ja, die Privatkunden stehen wieder hoch im Kurs. Aber das schreckt uns nicht. Denn erstens haben wir die Privatkunden zuvor nicht weggeschoben und zweitens sind wir zwar kleiner, aber wendig genug.

Was heißt das?

Unsere Firmen- wie Privatkunden schätzen den persönlichen Kontakt zu uns. Wir werden also unsere Stärken stärken: fachliche Kompetenz gepaart mit dem lang gewachsenem Vertrauen zwischen Kunden und Bankmitarbeitern.

Hüpfburgen und Torwände mit Volksbanklogo sorgen neuerdings bei Festen aller Art für Freude bei den Kleinen, für Aufmerksamkeit bei den Großen. Ein junges Volksbankteam macht‘s möglich. Auch ein Beitrag zur Kundennähe?

Na sicher, das gehört dazu. Wir engagieren uns für Orts-, Kultur- und Sportvereine oder soziale Initiativen in der Sächsischen Schweiz, wir unterstützen ihre Arbeit mit erheblichen Summen. Warum? Weil das, was wir hier verdienen, auch hier bleiben soll. Und weil wir dazu beitragen wollen, eine positive Stimmung in der Region zu schaffen – das hilft auch, die Wirtschaft anzukurbeln, Arbeitsplätze zu sichern oder in neue zu investieren.

2010 geht zu Ende. Wie sind die Aussichten?

Das Wirtschafts-„Wetter“ ist selbst angesichts des frühen Winters sommerlich heiter. Viele unserer Firmen-Kunden wollen ihre Unternehmen erweitern, Arbeitsplätze schaffen. Die Volksbank hat es geschafft 2009 ihr Kreditgeschäft um 10 Prozent zu steigern die Kunden-Einlagen sind mit sechs Prozent überdurchschnittlich gewachsen. Wir konnten und können viel Geld in die Ausstattung unserer Geschäftsstellen stecken. Kurzum: die Aussichten sind, vorsichtig gesagt, gut.

Pressekontakt
  • Jessica Kessel
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